I am ready -> Ich bin fertig.

Well done.

Früher hätte ich es um keine Sekunde länger bereut, hätte ich es auch nur aus Wut gewagt, mein Handy auszuschalten. Es könnte ja jemand anrufen, der für meine Laune nichts kann. Also schnell wieder auf's Knöpchen gedrückt und sich präsent der Welt offenbart.

Heute ist das alles egal. Ich habe keinen Bock zum reden, also ist es so. Es wird akzeptiert, ansonsten kann still hinter den Gemäuern Groll gehegt werden, ich bekomme davon ja nichts mit. Denn ich habe beschlossen nicht reden zu wollen. Mit keinem, über keinen. Ende.

Es gab so einen widerlichen Unterton in der Stimme. Ein Ton bei dem ich hätte ausrasten können. Überheblich, völlig egal. Es reicht ja nicht, dass erst 2 Freundschaften beendet werden mussten, da einfach ein paar anvertraute Sachen weitergegeben wurden und das ohne mein Einverständnis. Freunde, ihr wisst wie ich darauf reagiere.
Da es mir egal ist, habe ich natürlich keine Probleme damit euch einfach aus meiner Liste zu löschen. 250km trennen uns, da muss ich eure Visagen ja nicht mehr sehen.
Ich habe gehört, es soll Menschen geben, die zwischen Freunden und einer Partnerschaft unterscheiden. Ja, soll es tatsächlich geben! Also kann man ja einfach als Partner etwas weitertratschen, was ich unter VerTRAUEN, anVERTRAUT habe. Wie es mit dem Vertrauen ist, so ist es mit dem Versprechen. Versprochen heißt ja auch nichts anderes, als in der Wortwahl falsch ausgedrückt. Zurück zur Partnerschaft: Als Partner ist es also völlig legitim, dass man Sachen in der Welt posaunt, sich dann wie King Kong auf seinen Turm stellt und in die Welt brüllt wie sehr man es doch gerade der Welt gezeigt hat! Yes! We can!
Dumm nur, dass von unten keiner zuschaut.

Mein Handy ist aus. Wahnsinn. Tolles Gefühl. Eins der wenigen tollen Gefühle in den letzten Wochen. Ich verzweifel an der Gesellschaft, Lebenseinstellung der Menscheit, Lebensbewusstsein der einzelnen und des Ganzen und würde im Moment wohl alles dafür tun um nach Afrika auswandern zu können. Koffer gepackt, Impfungen aufgefrischt und ab dafür. Weg aus diesem elendigen, grauenvollen Land. Es ist furchtbar.

So plane ich im Stillen für mich meine Chance. Mal sehen, wann der Jumbo seine Flügel spannt, wenn ich auf seinem Rücken sitze seid ihr natürlich diejenigen, die es wissen werden.
Wenn zufällig jemand Kontakte nach Afrika hat: Für euch schalte ich sogar mein Handy wieder ein

So seid weiter gesellig und was so Menschen eben tun.

Haibane

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I am ready .

Und als ich begann zu vergessn...

.. da fiel mir doch gleich wieder ein wie toll es ist innerlich vor sich hin zu vegetieren.
Es ist echt zum verzweifeln..
Reicht es nicht, dass ich wirklich alles versucht habe? Ich habe mich bemüht - gedankt wurde es nicht. Ich habe Geduld gezeigt - gedankt wurde es nicht. Ich war zurückhaltend - gedankt wurde es nicht. Ich war tapfer - gedankt wurde es nicht. Ich war verzweifelt, verwirrt, enttäuscht, wütend, zerbrochen - registriert wurde es nicht.

Hey Mr. Arschloch, danke für die Geduld die ich brauchte um dich endlich aus mir raus zu kriegen!

Denkste.. Man könnte dieses abartig fiese, höhnische Lachen einblenden und mit dem Finger auf mich zeigen..

Nach ätzender Bahnfahrt nach dem ätzenden Feierabend stieg zu allem Übermaß ein nett aussehender Mann in meinen Bus, bei dem ich mir dachte "Die Visage kommt mir doch bekannt vor..". Joa Mr. Arschloch-Allerweltsgesicht! Danke.
Meine Gedanken haben deine vollste Aufmerksamkeit. Kann nicht wahr sein.

Aber ich hab es probiert! Wirklich! Das Auto stand bereit, es war voll getankt, meine beste Freundin war fertig... Ich auch. Mit fetter Mandelentzündung, Krankschreibung und Antibiotika.
2. Anlauf, danach sollte es losgehen!
Danach gings auch los mit einer wunderschönen allergischen Reaktion auf die Antibiotika die mich aussehen lassen haben wie nach einer Maserschlacht.
Gekonnt sah ich das als Zeichen und ließ es einfach bleiben. Es ist egal. Er ist egal. Alles ist egal.
Man sieht sich immer zweimal im Leben und das zweite Mal wird nicht sehr Vermehrungsfördernd.

Soweit dazu. Wenn mir Flügel wachsen berichte ich mehr.

Haibane

Und es machte kazoom

Das ich den Mensch als solches nicht ausstehen kann wissen viele.
Das mich die beschissene Rasse Mensch aus dem Rahmen haut ist relativ unüblich, überraschend, unbequem und nicht akzeptierbar.
Ich habe es gut gemeint, weißt du, bin mit gutem Gewissen vorran, stand in meiner Herde, führte sie und war glücklich. Ich muss es verdrängt haben, dass mich Wilderer beschossen, betäubten und in einen Käfig zwängten in dem ich nun hocke.
Ich kann die Bewegung eurer Lippen sehen, ich höre Töne von ihnen, aber ich kann nichts deuten. Ich habe so gehandelt wie ich es immer tue und plötzlich bekomme ich schläge dafür. Bäm.
Wie ein Welpe laufe ich orientierungslos in der Welt umher und suche halt um einigermaßen Fuß zu fassen und trete ins Leere. Und dafür gibt es wieder schläge. Bäm.
Weil ich es nie anders gemacht habe. Es hat funktioniert, weißt du, warum sollte ich mich verbiegen für euch. Es ist unfassbar, fühl mich wie an die Wand geworfen, als wäre die Erde eine Scheibe, hätte ich Gott beleidigt und mit Kräutern Unwerk betrieben.
Totale Ironie und für den Moment sitze ich da und starre Löcher in die Wand. Vielleicht stoße ich ja auf eine Antwort. Woanders schein ich diese nicht zu finden.

Haibane

Lost my heart..?

Arschloch!

Joa, Arschloch!!
Ey, wie leicht sich das schreiben lässt, oder? Arschloch.
In fließender Bewegung, glänzend über die Tastatur. Arschloch. Fehlerfrei in Wort und Ton. Ein Wort, auf einen Menschen geschnitten wie ein Kleidungsstück. Designerware. Arschloch's Mode.
Arschloch. Wie vielseitig, anpassbar, interpretierbar, wechselhaft, immer modern, immer dort wo es gebraucht wird.

So ist es.. Das "Arschloch".

Vielleicht empfinde ich auch noch das Bedürfnis es heraus zu schreien, vielleicht durch den Hörer des Handys, bis an's andere Ende, damit Wort und Herrchen sich wieder gefunden haben. Lange hat es in mir einen neuen Besitzer gesucht und ich bin so froh und stolz auch endlich für dieses arme Wort jemanden gefunden zu haben. Ja sie werden so viel Spaß zusammen haben. Da bin ich mir sicher.

Somit habe ich es wieder getan. Ich bin auch böse und unglaublich fies. Meine Mails zeigten keine Früchte bei all den Versprechungen, haben wir nicht gelernt in all der Zeit, das Männer sich öfter mal versprechen? Ostdeutsche wohl mehr als alle anderen. Ich spreche aus Statistiken.
Ich war so nett und wollte Arschloch und Arschloch eine Freude machen. So habe ich doch Weihnachten vorverlegt, habe im Jingle Bells Rhythmus eine Mail formuliert, er möge doch schonmal die Schuhe vor die Tür stellen, der Nikolaus käme bald zu Besuch.
Nein, natürlich kommt er nicht. Auch ich nicht. Aber kann es schaden ihn Tag für Tag daran zu erinnern spontan in seinem Laden aufzutauchen? Er wird diese Mail lesen, das weiß ich und bei jedem beschissenen Ladenbimmeln wird er zusammenzucken, wird Ausschau halten, wird an mich denken und wird sich einreden, diese lange Tour nie im Leben auf mich zu nehmen. Oder vielleicht doch? Es bimmelt wieder und es wird ihn keine Ruhe lassen.

In der Theorie klingt das zumindest unglaublich anregend. Es bringt mich zum lächeln und so lebe ich, glaube ich, für den Moment ganz gesund. Hehe.

Es tut ja sooooo gut Arschloch zu sein.

Haibane

Du siehst mich an und ich schau an dir vorbei

Was ein Elend.

Eine wirklich bemitleidenswerte Kreatur in einem verlassenen Raum umgeben von einer Hülle der Leere, Stille.. Kurze Sorglosigkeit, gefangen in Selbstzweifeln, Angst, Trauer um jene Momente, gute Zeiten, Glück, Sonnenstrahlen wie sie damals schienen..
Vergangenheit..

Ein kleines Wesen mit zerrissenen Flügeln, ohne Kleider, ohne Vertrauen, Liebe, Anmut, Stolz.

Ein Blick in den Spiegel, durch die Pupille um einen Blick zu erhaschen wie es diesem Wesen, diesem kleinen Kind, nur annähernd gehen mag. In einem kurzen Moment vollkommener Stille horcht man in sich hinein, vernimmt ein Lachen oder ein Weinen und realisiert im Bild des eigenen Ich das absolut Geschehene.
Bildets sich nun eine Hexe aus oder eine Geistige? Strebt sich der Sinn nach der Reinheit oder der Macht? Das kleine Kind jedenfalls ist verwirrt und findet seinen Platz nicht.

Im Moment wird es noch viele Blicke brauchen um zu wissen, an welchem Platz wir uns befinden. Wird es wie immer Zeit brauchen um heraus zu finden an welchem Ort wir beide lachen können?

Haibane

Poor Bitch, poor Girl

Ein bisschen Egoismus..
Ein bisschen Marilyn Manson..
Und eine Priese Ich in den Trunk..

Wie mir diese Gegend das Leben wieder einhaucht. Wenn ich nicht gerade Musik höre dann lausche ich einfach dem, was mich umgibt.
Wenn ich mich auf meinem Baumstamm der Morgensonne entgegen räkel, Frauchen ihren Hund sucht, die Enten das Frühstücken beginnen und die Meisen das Laub umwühlen.. Dann fängt meine Situation an einen süßen Geschmack zu bekommen. Das Leben ist lebenswert mit jeder Pore, in diesem Augenblick, und auch dieser Moment präsentiert sich schön, ein bisschen Bitch inside zu sein.
Ich habe nicht erwähnt, dass ich diesen jenigen welchen ganz aufopferungsvoll angerufen habe?
Zuerst stellte mich das Schicksal wieder auf eine gute Probe.. Er hatte Feierabend. So zog ich am Morgen danach mit meinem Glückskeks das Los. Was hätte ich schon zu verlieren? Im ersten Anruf hatte er Kunden, im zweiten war er nicht aufzufinden. So hinterließ ich meine Telefonnummer und ließ nun das Schicksal entscheiden, ob die Sache gut ist, gut bleibt, gut werden wird, oder ob ich das Ganze einfach sein lasse. Es hätte mir das Herz zerrissen, so hielt ich die ganze Zeit mein Handy in der Hand um das Vibrieren auch hundertprozentig zu merken und einen Anruf nicht zu verpassen. Und plötzlich war er da! Der Anruf! Ein Genuß Ton in Ton, diese unglaublich sanfte, aber männliche Stimme.. Mhh.. Hätte die Zeit nicht einfach stehen bleiben können damit ich endgültig in ihm versinke...? Der Anruf gab mir wieder die Sicherheit, dass alles richtig werden wird. Die Zeit ist es.. Die Zeit.. Eine Mail wird folgen, wenn er frei hat und ich hoffe, dass er sich dann auch meldet. Zumindest können die Tage jetzt nicht mehr schnell genug herum gehen. Es ist wieder alles bei ihm, alles gegenwärtig, aktuell. Als sei es gestern gewesen und wie schön wäre es, könnten wir zwei aufwachen und wären noch einmal dort. Vielleicht ja bald.

Ich werde warten wie die Frauen der Fischer. Treu Tag für Tag und immer die Hoffnung im Herzen sich bald wieder zu sehen.

Haibane